Posts getagged mit ‘med school’

[Review] Rawtekk – “Sprouted and Reformed” – Med School

MEDIC38-Packshot-2400px

“Sprouted & Formed” war definitiv eines der besten Drum & Bass-Alben des letzten Jahres. So wunderbar über den Tellerrand schauend gliederte sich das Debütwerk von Rawtekk in die Anti-Scheuklappen-Politik von Med School Music ein und schlug Brücken zu Indie, Wave, Dubstep und Techno. Nun wurden die ersten Remixe unter dem Titel “Sprouted and Reformed” zusammengetragen und die EP ebenfalls bei der Hospital-Tochter veröffentlicht. Die Remixer Phace, Mefjus und Billain waren sich dabei offensichtlich einig, dem Ausgangsmaterial eine belebende Adrenalinspritze zu setzen.

Phace hat sich “Photone Recruits” vorgeknöpft und den Track zu einem richtigen Rotzlöffel umerzogen, der nun mit großen Mid-range-Pupillen über den Dancefloor wütet. Der Sound ist kantiger und hektischer geworden, verlangt nach kräftezehrender Doubletime und zirpt so wundervoll mechanisch um die dickflüssig blubbernden Bass-Figuren des Originals herum. Das ist dann wohl der nach technischer Perfektion strebende und Standards setzende 2014-Neurofunk, wie ihn Phace doch schon so oft abgeliefert hat. Mefjus geht einen ähnlichen Weg und setzt “No More Vaccine” einer Amphetaminüberdosis aus, die dem Track offensichtlich ganz gut gefällt. Haben sich die metallischen Bass-Wogen des Originals noch graziös im tippelnden Breakbeat gewunden, jagt sie der Remix nun durch ein geshuffeltes Mefjus-Gefahrengebiet. Und auch Billain belässt es bei “Amber‘s Love Was Like a Marble” nicht bei den brutal schleppenden Halftime-Patterns, sondern krempelt die knarzende Electronica-Chose unmissverständlich auf 172 Bpm um. Das klingt dann wie eine Comic-Staubwolke, die eine Schlägerei darstellen soll, und wirkt in Teilen etwas überambitioniert. Sound-technisch bleibt es dennoch ein Genuss, wenn die zarten Intro-Töne wie um Hilfe schreiend das Tohuwabohu immer wieder kurz durchbrechen.

Oben drauf gibt es noch zwei Remixe der Drum & Bass-Ballade “Snowflakes”, die Rawtekk höchstpersönlich anfertigte. Das Original wurde bereits 2011 bei Med School veröffentlicht und verankerte das Produzentenduo damals nachhaltig im Gedächtnis. Mit seicht tröpfelnden Terzen, Wattebausch-Basslines, flüsterndem Gesang und einer unterschwelligen Progressivität in den Drum-Patterns wurde dieser Track zu einem vertonten Hoffnungsschimmer einer Winterdepression. Die Remixe bewahren sich diese Stimmung, setzen sie aber in etwas andere Kontexte. Die “Neuropop VIP” spricht da eigentlich schon für sich selbst. Sie ist wesentlich extrovertierter, etwas rotziger im Sound-Design und schielt ganz klar in Richtung Großraum-Rave. Das funktioniert aber erstaunlich gut und der Remix lässt grenzenlose Euphorie und tiefgehende Melancholie noch stärker miteinander verschmelzen, als es schon beim Original der Fall war. Die “Ambient Version” ist dann eben genau das: Ambient, der eher für die gemütlichen Stunden vor dem Kamin gedacht ist.

“Sprouted and Reformed” ist bei Med School erschienen.

Debütalbum “OCD” von Royalston komplett im Stream via Med School

Royalston_Press_Graf_Landscape1

Wer die Hospital-Tochter Med School in eine Sound-Schublade stecken möchte, wird da mit dem Singular wohl kaum weiterkommen. Da braucht es dann schon einen ganzen Apothekerschrank. Nach Rawtekk, Lung und Etherwood folgt nun innerhalb von sechs Monaten das vierte Drum & Bass-Album mit Konzept behafteter Attitüde und sportlichem über den Tellerrand Gelinse. Royalston aus Sydney ist seit Anfang letzten Jahres Teil der Med School-Truppe und arbeitete seitdem fleißig an seinem Debütalbum “OCD”, das eine Brücke zwischen treibender Camo & Krooked-Rave-Ästhetik und 30er Jahre Swing-Staccato-Breakbeat zu schlagen vermag. Das Album gibt es schon jetzt komplett im Stream und erscheint am 17. Februar auf Med School.

MEDIC39-Royalston-OCD-530x530

[Video] Lung – Why Does Anyone Ever Do Anything (ft. Rachel K Collier)

Der 21-jährige Lung wurde im letzten Jahr exklusiv von Med School unter Vertrag genommen und kommt jetzt mit seinem Solo-Debut an den Start. ”Why Does Anyone Ever Do Anything?” ist der Titelsong der gleichnamigen EP, die am 16. April 2012 erscheinen wird und featured die Vocals der Walliserin Rachel K Collier, die schon mit dem legendären Garage-Produzenten Wookie und Mat Zi von Anjuna Beats zusammengearbeitet hat.

[Video] S.I.N – Neverending

S.I.N – “Neverending” ist auf der exzellenten Compilation “Blood Pressure” auf Med School Music erschienen.

Bop – The Amazing Adventures Of One Curious Pixel

Der 21-Jährige St. Petersburger Bop hat vor kurzem sein zweites Album “The Amazing Adventures Of One Curious Pixel” auf Hospitals, für experimentellen Sound stehenden Tochterlabel “Med School” veröffentlicht. Für den Titeltrack des Albums gibt es auch direkt die visuelle Untermalung der Reise des neugierigen Pixels.

“Bop returns with his sophomore album. Taking notes from the far flung reaches of the musical spectrum, Bop expertly weaves iconic 8-bit chiptune sounds and deep, pumping house beats with raw, undulating basslines and slo-mo funk / jazz inspired 170bpm grooves to create his very own blend of existential electronica.”

(mehr…)

London Elektricity – Institution for health care

london elektricity

Tony Colman aka London Elektricity ist der Chef von Hospital Records. Gemeinsam mit seinem Partner Chris Goss kümmert er sich um das interessante und innovative Output dieses Top Drum and Bass Labels. Wir sprachen mit dem genialen Produzenten, stolzen Vater und Mastermind der beliebtesten Drum and Bass Band “London Elektricity”.

(mehr…)

Bop – Song About My Dog

bop-song-about-my-dog

Bei der Kombination Hund und Drum & Bass wird der gemeine Leser wohl zuerst an DJ Hype oder Süd-London denken. Der erst 19-Jährige Bop aus Sankt Petersburg widmet seinem Hund “Boyaka” auf dem Hospital Sublabel Med School jetzt seine eigene Hymne und einen ganz anderen Ansatz an Drum & Bass, den man wohl eher unter Glitch und IDM einordnen würde. Schön.

A: Song About My Dog

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

B: Random Thoughts

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

www.iambop.com
myspace.com/medschool