21. Januar 2010 von Headliner Mag, unter Features.
Darren White aka D-BRIDGE war in den letzten 15 Jahren „On Top Of The Game“. Weit über sein Talent als DJ und Produzent hinaus, hat er die Grenzen der Drum and Bass Musik häufig durchbrochen und neue Trends gesetzt. 1995 erschien das erstes Solo-Release auf dem Label „Trouble on Vinyl“. Im selben Jahr gründete er mit Jason Maldini das Projekt „Future Forces“. Durch die Veröffentlichung ihrer extrem kantigen und düsteren Stücke auf dem angesagten Label „Renegade Hardware“, machten die beiden die Bekanntschaft von Fresh und Vegas: Bad Company war geboren. Das erste Stück von dem Quartett „The Nine“ ist bis heute der Instrumental-Klassiker der DnB-Geschichte.
Zur goldenen Hochzeit der legendären FabricLive Serie bescheren uns Instra:Mental und dBridge eine exzellente Mix-Compilation, die gekonnt die Brücke zwischen Drum’n'Bass, Dubstep und Electronica schlägt. Neben Stücken von Instra:Mental und dBridge befinden sich auch Tracks von Dubstep-Künstlern wie Skream, Distance und Scuba auf der Compilation, die allesamt in der BPM-Geschwindigkeit von Drum’n'Bass produziert haben.
Darren White aka dBridge zum Album: “Wir wollten mit der Fabric-CD den besten Mix abliefern, den wir jemals gemacht haben, das war unser Ziel. Wir uns an die Künstler gewandt, deren Musik wir lieben und sie gefragt ob sie für den Mix etwas besonderes produzieren können, u.a. Distance, Scuba und Genotype. Natürlich haben wir auch selbst neues Material produziert. Es ist eine großartige Sammlung von Musik geworden, harmonisch, aber sehr variabel, was die Musikstile angeht. Ihr werdet überrascht sein, wie gut das passt. Wir wollten damit einen Showcase präsentieren von dem was wir machen und zeigen, wozu unser Sound in der Lage ist.”
In den letzten zwei Jahren erschien eine ganze Palette an minimalistischen Drum & Bass Produktionen. Beeinflusst von Dubstep, Techno und Electronica stehen Produzenten wie Instra:Mental, dBridge, Data, Subwave, Bop oder Rockwell für einen interessanten neuen Drum & Bass-Ansatz: Reduktion statt Maximierung ist hier die Devise. Nach zu vielen “härter, lauter, schneller” – Produktionen in den 00er Jahren ist das auf jeden Fall eine angenehme, neue Strömung zur Jahrzehntwende. Drum & Bass ist zu vielfältig um immer nur auf dem Floor funktionieren zu müssen. Ob man jetzt wirklich schon von einen neuen Subgenre “Minimal Drum & Bass” reden kann, von dem bisher nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird, zeigt sich wohl erst in 2010. Hier gibt es ein paar Soundbeispiele zum reinhören.
Pünktlich zum Herbstanfang beschert uns dBridge sein melancholisch atmosphärisches Stück “Memory Park” zum freien Download. Das Stück stammt aus der 6. Ausgabe des Autonomic Podcast von dBridge und Instra:Mental, den ich nur wärmstens empfehlen kann.