Soundclashes kennt man ja bisher eigentlich nur vom Reggae, bzw. Dancehall. Am 17.02.10 gab es in London den ersten genreübergreifenden Soundclash. Auf vier gegenüberliegenden Bühnen duellierten sich Goldies Metalheadz Crew, Jazzie B und seine Combo Soul II Soul, Digital Mystikz/ DMZ und Trojan Soundsystem. Dabei ging es nicht nur darum, Sounds aus dem jeweils eigenen Genre zu spielen, sondern das Publikum auch mit Stücken aus anderen Sparten auf seine Seite zu ziehen. Gewinner nach vier Runden war Metalheadz, knapp vor DMZ. Ausführliche Reviews zum Abend gibt es hier und hier.
Wer schon immer mal bei bekannten englischen Produzenten wie Sub Focus, Chase & Status oder Alix Perez bei der Arbeit über die Schulter schauen wollte, für den gibt es hier eine Zusammenstellung mit Videos von Tipps und Tricks für die Produktion von Drum & Bass. Für Produzenten und solche, die es noch werden wollen, gibt es ein paar gute Insider-Infos über verschiedene Produktionsweisen und auch einige interessante Ansätze zu sehen, wie zum Beispiel die Sampling-Methoden von Alix Perez.
Nach den offiziellen Remixen für Kid Cudi & Crookers, Sean Paul, Adam Freeland oder Sidney Samson stieg TC aka Tom Casswell im letzten Jahr zu einem gefragtesten Drum & Bass Remixer auf und verpasst jetzt Rihannas “Rude Boy” den nötigen Wumms für den Club.
Mehr Remixe von TC gibt es zum anhören unter “Weiterlesen / Read more”.
Plan B konnte bereits mit Chase & Status einige Drum’n'Bass-Erfolge feiern und war einer der Hauptdarsteller im englischen Kino-Hit “Harry Brown”. Hier gibts das offizielle Video zum Pendulum-Remix von “Stay Too Long”.
Das Video zur neuen Single aus Sub Focus’ sehr gutem Debut-Album, die im Januar 2010 erscheinen wird. Den Drum’n'Bass-Remix von “Could This Be Real” liefert Sub Focus gleich selbst hinterher:
Vor 15 Jahren, als Drum & Bass noch Jungle genannt wurde, produzierte die englische BBC eine Dokumentation über die damalige Szene in London. Zu Wort kommen unter anderem LTJ Bukem, Fabio, UK Apache und Shy FX. Im dritten Teil des Berichtes gibt es eine interessante Diskussion um die zunehmende Kommerzialisierung von Jungle und den Chart-Erfolg von M-Beat und General Levy’s “Incredible”, was schliesslich zur Abspaltung des Drum & Bass von Jungle geführt und die große Darkness-Welle der Endneunziger ausgelöst hat.
Da ist es also. “Wait Your Turn” von Rihanna, ausgestattet mit den Beats von Chase & Status, ist die erste Single ihres neuen Albums “Rated R”. Ich hatte zwar auch auf ein paar Songs jenseits von 160bpm auf dem Album gehofft, aber das lässt sich mit Rihanna’s Pop-Schema wohl nur schwer vereinbaren. So sind mit “Madhouse”, “Wait Your Turn” und “G4L” drei Songs auf ihrem Album mit Dubstep-Klängen von Chase & Status veredelt worden. Es ist auf jeden Fall erstaunlich, wie es Chase & Status innerhalb von wenigen Jahren von Underground-Drum & Bass Produzenten auf das höchste Pop-Level geschafft haben. Bleibt zu hoffen, dass man nach dem Erfolg des Duos aus London auch in Zukunft frische D&B Produktionen zu hören bekommt.
Eine Drum & Bass Combo mit Nas, Nelly, Razorlight (sic!) und David Guetta (sic!) auf einer Bühne? In Deutschland wohl undenkbar, aber im Mutterland des D&B sind Chase & Status längst Pop. Nur eine logische Konsequenz, dass C&S ihren Sound jetzt live mit Drummer, Synthies, Gitarre und MC (Rage) auf die Bühne bringen.
Bei ihrem Song “Pieces” in der Royal Albert Hall in London klingt das alles noch nicht ganz ausgegoren, aber das wird es im Laufe ihrer Tour und in kleineren Hallen sicher werden. Deutschland ist leider noch nicht dabei, aber hoffentlich in 2010 fällig für Chase & Status live.