Sigma erreichen Platz 1 der UK Charts mit “Nobody To Love”

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Das UK-Duo Sigma hat es mit ihrer neuen Single “Nobody To Love” mit über 121.000 verkauften Einheiten tatsächlich auf Platz 1 der UK Charts geschafft. Ursprünglich hatten die beiden ihr Bootleg von Kanye Wests “Bound 2” als kostenlosen Download auf ihrer eigenen Website angeboten. Die Single wurde komplett mit neuem Sänger gecovert und neu aufgenommen und konnte mit Unterstützung und maßgeschneidertem Video von Dance-Label 3 Beat Music nun die Spitze der Charts in Großbritannien erklimmen.

[Interview] State Of Mind – “Eat The Rich”

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Seit ihrer ersten Stunde produzieren Stuart Maxwell und Patrick Hawkins aka State Of Mind einen extrovertierten Drum & Bass für die großen Hallen. Ein Sound, der keine Kompromisse kennt, niemals weniger als den ganzen Kuchen möchte und seinen Anhängern vollen Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute abverlangt. Hyperaktive Stroboskop-Blitze und von der Decke tropfendes Kondenswasser meißeln sich wie von selbst vor das geistige Auge, wenn Tracks wie “Mr. Cover Up” oder “No Operative” in den heimischen Gefilden irgendwie deplatziert wirken. Die brutalen Tracks zwischen Neurofunk und Tech-Rave sind zu zornig, zu eigensinnig, als dass man sie auf der heimischen Anlage bändigen könnte. Sie wollen ausbrechen, wollen auf den Dancefloor losgelassen werden, ihn in ein 175 Bpm-Schlachtfeld verwandeln und auch den letzten Tropfen Euphorie aus den Poren der Feierwütigen saugen. Bei ihrem vierten Studioalbum “Eat The Rich” bleiben die Neuseeländer ihrer Linie treu. Genre-Ausflüge und eine nach Konzept strebende Tracklist stehen nach wie vor nicht auf der Betriebsagenda des Produzentenduos. “Eat The Rich” ist 14 Tracks pure Primetime, technisch beeindruckend stark produziert und kristallklar im Sound-Bild. Black Sun Empire waren offensichtlich ebenfalls begeistert und rissen sich das Werk unter ihren Blackout Music-Nagel, wo es am 31. März erschienen ist. Dem Release-Date des Albums ins Auge blickend schickten wir kurz vor knapp ein paar Fragen nach Neuseeland, die von Stuart beantwortet wurden. Leider – als spielten wir Stille Post – sind einige Fragen dabei nicht in der Form zurückgekommen, in der wir sie auf die Reise schickten und wurden gewissermaßen ihrer Tiefe beraubt. Eine ist sogar ganz abhanden gekommen oder wollte scheinbar nicht beantwortet werden. An welcher Stelle das passierte und ob Stuart die “echten” Fragen überhaupt je gesehen hat, konnte nicht endgültig geklärt werden. Wir entschlossen uns aber einfach zur “Schwamm drüber”-Haltung. Was ihr im Folgenden lesen könnt, ist nun also die an uns zurückgesandte Version der Fragen und Antworten. Alles andere wäre ja auch Blödsinn.
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[Interview] Rregula & Dementia – Klamauk und Struktur

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Das Australisch-deutsche Produzentenduo “Rregula & Dementia” hat sein zweites Album “Turning Point” im Kasten und auf Citrus Recordings veröffentlicht. Aus diesem Grund schauten wir via Skype bei dem in Deutschland lebenden Dementia in Hannover vorbei und stellten ihm ein paar Fragen zum neuen Album und seiner musikalischen Vergangenheit.

Rouven Fehr aka Dementia redet gerne, dementsprechend viel, hält konventionelle Frage-Antwort-Interviews für überbewertet und hegt eine große Faszination für groben Unfug. Beste Voraussetzung für ein sehr angenehmes Gespräch, bei dem ich 90 Minuten lang an den Skype-Lippen des Hannoveraners hänge und den Anekdoten, dem Szene-Gossip und den sehr ausführlichen Informationen zum neuen Album lausche. In nur drei Monaten haben Ross und Rouven aka Rregula & Dementia an ihrem zweiten Album “Turning Point” gearbeitet, das am 10. März bei Citrus Recordings erschienen ist. Bei dem Gespräch wird sehr schnell klar, dass Dementia sich selbst nicht zu ernst nimmt, dem Leben und auch seiner Arbeit als Musiker immer mit einem Augenzwinkern begegnet und sich jeder Kritik schon im Vorfeld bewusst ist, um ihr dann mit einer Idee Selbstironie den Wind aus den Segeln zu nehmen. Er weiß genau, was er tut und warum er es tut. So ist er sich den Stärken von “Turning Point” ebenso bewusst wie den Schwächen und scheut sich nicht, beide auch sehr ehrlich und offen zu kommunizieren. “Ich bin sehr zufrieden mit der Produktion des Albums, das muss ich gestehen. Die Tracklist gefällt mir allerdings nur bedingt, da einfach zu viele Remixe drauf sind und wenn man es ganz puristisch machen möchte, gehören die meiner Meinung nicht aufs Album. Aber vom Label kam da eine ganz klare Ansage, dass die mit drauf müssen. Ich bin andererseits aber auch sehr froh, so gute Remixe mit auf dem Album zu haben.” Dennoch büßt “Turning Point” auf diesem Wege etwas von dem konzeptuellen Anspruch ein, den jeder Kritiker einem Album so gerne zugrunde legen möchte. Doch abseits der Remix-Thematik ist Dementia auch vollkommen zurecht stolz auf den Longplayer, der 15 Tracks an einen soundästhetischen roten Faden hängt, nicht zu straff, um den ein oder anderen Neurofunk-fremden Haken zu schlagen und das Album als solches zu rechtfertigen.
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[Interview] 5 Fragen an… Ed:it

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Tagtäglich werden neue Künstler vor ihren Bildschirmen geboren, unzählige Tunes in kleinen Kämmerchen geschraubt und Labels als Wirt der Selbstverwirklichung ins Leben gerufen. Tagtäglich diggen wir uns durch dieses stetig sprießende Dickicht aus Labels, Künstler und Tunes, dem einfach nicht beizukommen ist. Viel zu viel Musik für zuwenig Hörer. In unserer Serie “5 Fragen an…” möchten wir versuchen, ein wenig Licht in diesen Urwald zu bringen und stellen Künstler vor, die nach unserer Auffassung mehr Aufmerksamkeit verdienen, als sie bisher erfahren.
In dieser Ausgabe stellen wir Ed:it aus Nottingham vor, der sich aktuell wohl gar nicht über zuwenig Aufmerksamkeit beklagen dürfte. Schließlich lieferte er mit “Snare Charme” einen Beitrag für die “We Are 18″ Compilation auf Hospital Records und “Sound Killer”, seine erste Single auf SGN:LTD, steht in den Startlöchern, die am 16. Februar erscheinen wird. Im Interview erzählt er uns von den Anfängen, seiner sehr vielseitigen Liebe zur Musik und seinen abseits von Drum & Bass operierenden Nebenprojekten.
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[Interview] 5 Fragen an… Arkaik

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Tagtäglich werden neue Künstler vor ihren Bildschirmen geboren, unzählige Tunes in kleinen Kämmerchen geschraubt und Labels als Wirt der Selbstverwirklichung ins Leben gerufen. Tagtäglich diggen wir uns durch dieses stetig sprießende Dickicht aus Labels, Künstler und Tunes, dem einfach nicht beizukommen ist. Viel zu viel Musik für zuwenig Hörer. In unserer Serie “5 Fragen an…” möchten wir versuchen, ein wenig Licht in diesen Urwald zu bringen und stellen Künstler vor, die nach unserer Auffassung mehr Aufmerksamkeit verdienen, als sie bisher erfahren.
In der zweiten Runde hat sich Arkaik aus Farnham bei London unseren Fragen per Mail gestellt. Seit 2010 produziert der Mann hinter den brutal schleppenden Half-Time-Beats für Diffrent Music und beglückt das Label mit seinen Tunes jenseits der Norm. Im Interview erzählt er uns, warum Drum & Bass ihn süchtig machte, dass er davon wohl niemals loskommen werde und wo die Verbindung zwischen Graphik und Sound für ihn liegt.
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[Interview] Camo & Krooked – Minimalismus und Moshpits

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Wenn der Mainact spielt, wird der Backstage zu einem einsamen und stillen, zu einem regelrecht unheimlichen Ort. Bei der Play! am letzten Samstag im Kölner Gloria Theater sind es Camo & Krooked, die den sonst so hochfrequentierten Raum in ein Stillleben verwandeln, das nur von den vor dem geistigen Auge vorbei wehenden Tumbleweeds durchbrochen wird. Aber was soll man hier auch, wenn sich parallel die österreichischen Drum & Bass-Propheten in der Halle des Gloria mit ihrem Set zwischen technoid schnalzendem Minimalismus, deftigen Rave-Brettern und Klassikern von “Timewarp” bis “31 Seconds” reichend in die Herzen der Crowd droppen? Also schnell wieder raus hier, das im Takt klatschende Meer aus Händen auf sich wirken lassen und den nächsten von MC Youthstar initiierten Moshpit auf dem Telefon festhalten. Eine beeindruckende Szenerie. Für Camo & Krooked dürften solche Szenen derweil schon fast Alltag sein. Sie sind gerade mitten in ihrer Tour zum vierten Album “Zeitgeist” und erst vor wenigen Tagen von ihren Gigs in Neuseeland und Australien zurückgekehrt. Als wir die beiden Protagonisten des Abends nach ihrem Auftritt gleichermaßen zufrieden und erschöpft im nun wieder sehr belebten Backstage treffen, erklären sie sich für ein fünf minütiges Interview bereit, das wir etwas abseits auf einer kalten Treppe führen. Die beiden entpuppen sich ihrer Erschöpfung zum Trotz allerdings als sehr redselig und das Interview wird zu einem sehr angenehmen Gespräch über ihre Tour, ihre zukünftigen musikalischen Pläne und den Zustand der Drum & Bass-Szene.
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[Interview] 5 Fragen an… Mako

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Tagtäglich werden neue Künstler vor ihren Bildschirmen geboren, unzählige Tunes in kleinen Kämmerchen geschraubt und Labels als Wirt der Selbstverwirklichung ins Leben gerufen. Tagtäglich diggen wir uns durch dieses stetig sprießende Dickicht aus Labels, Künstler und Tunes, dem einfach nicht beizukommen ist. Viel zu viel Musik für zuwenig Hörer. In unserer neuen Serie “5 Fragen an…” möchten wir von nun an versuchen, ein wenig Licht in diesen Urwald zu bringen und stellen Künstler vor, die unserer Auffassung nach mehr Aufmerksamkeit verdienen, als sie bisher erfahren.
Den Anfang macht der in Bristol lebende Mako, der schon die ein oder andere Drum & Bass-Perle aus seiner Feder gleiten ließ und die Diskographien von Labels wie Ingredients Records, Dispatch oder seines eigenen Utopia Music Imprints schmückt. Vor allem in den Kollaborationen mit Mute erregt er seit einiger Zeit unsere Aufmerksamkeit. Seine aktuelle Single auf Warm Communications zeigt erneut die Experimentierfreude des Briten und ließ ihn in unseren Fokus geraten. In seinen Antworten zeigte sich Mako erstaunlich offen und lässt uns an seinem Lebensweg teilhaben.
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Klassiker der Woche: Arcon 2 – Liquid Earth (1996)

Drum & Bass Arena Awards 2013: Die Gewinner

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Bereits zum fünften mal fanden gestern die Drum & Bass Arena Awards im Londoner Electric Brixton statt. Die Awards haben sich mittlerweile zur wichtigsten Publikumspreis der Drum & Bass Szene etabliert. Auch dieses Jahr haben wieder tausende Drum & Bass Fans aus der ganzen Welt per Online-Voting ihre Favoriten aus insgesamt 14 Kategorien gewählt. Keine Überraschung gab es, wie zu erwarten, beim Best DJ Award. Andy C hat wie in den Jahren zuvor die begehrte Trophäe abgeräumt. Die Österreicher Camo & Krooked dürfen sich über gleich zwei neue Schmuckstücke für ihre Schrankwand freuen: Sowohl der Preis für Best Producer, als auch das Best Album für ihre letzte LPZeitgeist” geht an die beiden Wiener. Med Schools neuestes Signing Etherwood, der vor kurzem sein Debut-Album veröffentlicht hat, durfte ebenso zwei Preise mit nach Hause nehmen und freut sich über den Titel für Best New DJ und Best Newcomer Producer. Ganz klar verdient war Wilkinsons Titel für Best Video und Best Track, konnten sich doch dieses Jahr irgendwie alle auf die Hymne “Afterglow” einigen.

Alle weiteren Gewinner findet ihr hier in der kompletten Übersicht:

Drum&BassArena Awards 2013: The Winners

Best DJ        
Andy C

Best Producer              
Camo & Krooked

Best MC 
DRS

Hall Of Fame
Dillinja

Best Newcomer DJ  
Etherwood

Best Newcomer Producer 
Etherwood

Best Newcomer MC       
Visionobi

Best Label  
Ram Records

Best Album
Zeitgeist – Camo & Krooked

Best Track
Afterglow – Wilkinson

Best Video

Afterglow – Wilkinson

Best Club Night       
Hospitality

Best Festival        
Outlook Festival

Best Live Act
Netsky

[Interview] Chase & Status – “Back To The 90s”

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Die Management-Mühlen mahlen bei Chase & Status leider sehr langsam. Denn dieses hier nun endlich erscheinende Interview zu ihrem aktuellen Album – wie schnell aus „neu“ doch „aktuell“ wird… – “Brand New Machine” führten wir bereits Ende September. Doch wie das bei Künstlern von solch einer Reputation wie Chase & Status üblich ist, muss das Gesagte noch einmal vom Management abgesegnet werden. Ja und das dauerte in diesem Fall eben jene gefühlte Ewigkeit. Geklappt hat das am Ende glücklicherweise doch noch und wir dürfen das Interview nun unverändert hier veröffentlichen.

Punkt 16 Uhr an einem grauen Septembertag. Mein Handy klingelt. Wie verabredet. Keine Minute später. Eine Frau mit starkem Londoner Akzent meldet sich, ob ich Chris sei und für das Interview mit Saul von Chase & Status bereit wäre. Sie ist freundlich, transportiert aber im Subtext ein latent genervtes “time is money”. Quasi vorbeugend, als wäre es meine Absicht, ihr die so kostbare Zeit zu stehlen. Möchte ich natürlich nicht und bejahe beide Fragen so kurz es geht. Es folgt eine Warteschleife, die mir von einem mir unbekannten Popsong angenehm gestaltet werden soll. Ich frage mich, ob hinter diesem Song wohl einst Chart-Hoffnungen eines Musikers standen, die nun hier in dieser Warteschleife auf dem ernüchternden Boden der Realität zerspringen. Statt Saul meldet sich erneut die namenlose Frau und erklärt, dass Saul noch nicht bereit sei und sie sich in wenigen Minuten erneut melden würde. Sie hält ihr Versprechen und ich bekomme Saul ans Telefon.
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